Albertus-Universität Königsberg:
Die Philosophische Fakultät im 18. Jahrhundert

Kant als Student der Albertus-Universität: 1740-1746[?].
Hinweise zur Beziehung zwischen dem Studenten und der Philosophischen Fakultät.



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Nur sehr wenige Nachrichten über Kants eigene Studienzeit sind in den drei biographischen Darstellungen des Jahres 1804 von Borowski, Jachmann und Wasianski enthalten, oder von den überwiegend Königsberger Kant-Forschern des ausgehenden 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts historisch exakt ermittelt worden. Auch durch die freilich nicht eben zahlreichen, von diesen Primärinformationen weitgehend abhängigen, bis heute andauernden Spezialstudien, die diesen Themenbereich einschließen, sind nur Einzelaspekte des intellektuellen Umfelds des jungen Kant beleuchtet worden.

Eine der wesentlichen Ursachen für dies Manko ist darin zu sehen, daß bisher weder ein Gesamtüberblick über die Entwicklung der Fakultät als solcher (in wie weit hält diese Anschluß an den Stand der europäischen Wissenschaften?), noch in den spezifisch philosophischen Disziplinen (Logik, Metaphysik / Moral, Naturrecht) an der Albertus-Universität geschaffen worden ist.

Nachdem sich inzwischen herausgestellt hat, daß der bis ca. 1990 vielfach beklagte Verlust an primären handschriftlichen und gedruckten Quellen mehr scheinbar, denn wirklich ist, kann versucht werden, dies Manko nachzuholen. Aus den zur Zeit (November 1997) vorhandenen Informationen über Personal und Entwicklung der Philosophische Fakultät an der östlichsten der Preußischen Universitäten des 18. Jahrhunderts sind die folgenden Seiten abgeleitet.

Einige erste Hinweise:

  • 1. Zitat aus Borowski (1980, S. 15).
    Die Hauptstelle der für die frühe Zeit ergiebigsten Königsberger Kant- Biographie lautet:
    K[ant] kam, [...], 1740 auf die hiesige Universität. Martin Knutzen, durch mehrere zu seiner Zeit wohl aufgenommene Schriften rühmlichst bekannt, ward gleich am Anfange der akademischen Laufbahn der Lehrer, an den sich Kant vorzüglich anknüpfte. Seinem Unterrichte in Philosophie und Mathematik wohnte er unausgesetzt bei. Außer diesem hörte er die Vorlesungen des Prof. der Physik, Kons.-R. Teske, eines gelehrten und überaus wackern Mannes. Dieser gab nachher bei der Magisterpromotion unsers K., da er der philosophischen Fakultät eine Probeschrift von der Elasticität eingereicht hatte, das ihm rühmliche Zeugnis, daß er selbst vieles aus diesem Specimen gelernt hätte.

  • 2. Das Titelblatt der handschriftlichen, zu Lebzeiten des Autors nicht gedruckten Magisterarbeit lautet nach der Akademie-Ausgabe (Bd. 1, S. 369)
    / MEDITATIONUM QUARUNDAM / DE IGNE / SUCCINCTA DELINEATIO, / QUAM / SPECIMINIS CAUSA / AMPLISSIMAE FACULTATI PHILOSOPHICAE, / UT EXAMINI / BENEVOLE ADMITTATUR, / HUMILLIME OFFERT / IMMANUEL KANT, REG. BOR. / SCIENTIARUM PHIL. CULTOR. / REGIOMONTI DIE 17 APRILIS ANNO 1755. /

  • 3. Kants erste Lebensorientierung

  • 4. Kants eigene gedruckte Disputationen


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    Letzte Änderung: 16.11.1997 / 05.02.2009 / 07.09.2017