Gewalt heute - eine Kolumne der Betroffenheit

So nenne ich ab sofort (4/2k8) meine zunächst als "kurzes Statement" begonnenen Überlegungen.

Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium: am 26. April 2002 tötet Robert Steinhäuser 16 Menschen mit einer Handfeuerwaffe. Ein Riesenaufschrei, die Medien überschlagen sich vor Betroffenheit und geloben - auch die Privaten - , künftig in sich zu gehen und der Gewaltverherrlichung ein Ende zu setzen. Es ist höchste Zeit.

Neun Jahre zuvor, im Juli 1993, habe ich bereits anläßlich des Internationalen Sommerkurses der Philipps-Universität eine Collage aus HÖR-ZU-Programmankündigungen vorgestellt, im Wintersemester 1994/95 einen von der CDU publizierten Text der damaligen Bundesjugendministerin Dr. Angela Merkel "Gewalt in den Medien - Grund zur Resignation?" behandelt, im Sommersemester 2000 aus Marburgs Oberhessischer Presse den Artikel "Jugendliche erleben jeden Tag Gewalt - Junge Täter, niedrige Hemmschwelle", am 16.5.2000 per Email protestiert gegen das einen Tag zuvor im "Montagskino" des renommierten ZDF gesendete blutige Machwerk " Heart - Jeder kann sein Herz verlieren".

Doch nichts geschah; man hat kein Interesse, macht weiter. Zum Beispiel am 26.1.2004 mit dem blutigen Gemetzel "Léon - der Profi", wogegen ich ebenfalls protestiere, auch im EKD-Forum.

Seitdem sind weitere zweieinhalb Jahre vergangen. Zweieinhalb Jahre mit beschämenden Lippenbekenntnissen. Die Medien scheren sich einen Dreck. Kaufhäuser, deren Kunden angeblich nicht blöd sind, locken mit ganzen Regalen voller Action-Videos, Rambo- und Killerspiele. Ekelhaftes Gemetzel wird in Staccato-Manier als TV-"Blockbuster" propagiert. Ganze Fernsehabende stehen, auch bei den Öffentlich-Rechtlichen, im Zeichen des Verbrechens. "Sokos" sind in. Blut, Gewalt, Mord haben Hochkonjunktur, überall fliegt was in die Luft. Zerstörung in bunten Farben. Im "Krieg gegen den Terror" ist es cool, aus dem Hubschrauber heraus Menschen abzuknallen, ganz wie im Computerspiel. Pro Tag mit steuerfreien 95 Euro zusätzlich zum Wehrsold beschenkte Bundeswehrsoldaten schänden in Afghanistan Leichenteile und lassen sich in prahlerischen Posen ablichten.

In der Oberhessischen Presse vom 6. November 2006 erscheint, einen Monat vor dem hochkommerzialisierten Nikolaustag, die rechts als Scan zitierte Meldung. Tage später wird auch sie vergessen sein, wird es ungeheuer wichtiges Neues geben aus der egozentrischen Welt der Reichen und Schönen, von skrupellos zu Milliardären Avancierten, von jungen Erfolgstypen, denn Erfolg macht sexy, und die wirklichen Probleme unserer Zeit, vor allem der Jugend, die ja angeblich unsere Zukunft ist, werden wieder unter den Teppich gekehrt.

Dreizehn Jahre sind vergangen seit dem HÖR-ZU-Artikel "Krieg' ich ne Fünf, stech' ich dich ab. Gewalt an deutschen Schulen" (24/93, S. 10). Dreizehn Jahre wurden vertan. Medienmacher, die das große Geld verdienen aus Gewalt und Elend, können weiter gut schlafen. Denk ich an Deutschland in der Nacht, bin ich, wie Heinrich Heine, um den Schlaf gebracht.

3.12.2007
... und es geht weiter. Als ich obige Notiz ins Netz setzte, stand der verheerende Schul-Amoklauf von Emsdetten bevor - niemand ahnte es, man hatte ja nichts gelernt und die drohenden Zeichen der Zeit nicht erkannt. Und die Medien machen weiter, als wäre nichts geschehen; der Blick in die Programmzeitschriften läßt erschauern. Im ZDF (!) ist Crime Time, "Bestnoten" gibt es für den "Crime Freitag in Kabel 1" und im "Autorennetz NRW gibt es ein Crime Weekend.

Die unverhohlene Gewaltdarstellung, die im Fernsehen die einstigen harmlosen Erotikfilmchen verdrängte und jetzt auch brutalste Computerspiele zu "Top-Sellern" werden ließ, dient vor allem auch dazu, jungen Menschen jede Hemmschwelle zu nehmen, wenn es um fragwürdige Militäreinsätze geht. Dumme, einseitig beeinflußte junge Menschen sind das ideale Kanonenfutter.

Ich zitiere aus der Website des Antikriegsbündnisses Düsseldorf: "Die Besessenheit, mit der sich der US-Film dem Krieg widmet, hat weltweite Auswirkungen. Gewalttätige Strategien werden auf Leinwand und Bildschirm als das "Normale" vermittelt. (...) Das Buch "Bildermaschine für den Krieg" zeigt im Anschluss an die Studie "Kino der Angst" (www.friedensbilder.de/kriegsfilme), wie aktuelle Filmtitel aus allen Sparten dem "Antiterror-Krieg" zuarbeiten. Comic-Verfilmungen und Science-Fiction-Genre bewerben die militärtechnologische Revolution und betreiben Imagepflege für die Rüstungsindustrie. (...) Im Politthriller gilt die Militarisierung der Energieversorgung bereits als etwas Zwangsläufiges. Bei den Unterhaltungsproduktionen des "freien Marktes" sind Staat und Militär oftmals im Hintergrund beteiligt." (Hervorhebungen von mir)

15.4.2008
Die Jugendverderber unserer Zeit, die an den Schaltstellen der modernen Medien sitzen, werden nicht müde, sich zu übertreffen; ihnen ist jedes Mittel recht, wenn es um die Quote geht und um maximalen Profit. Die vielen Tageszeitungen kostenlos beiliegende Programmzeitschrift "rtv" interviewt in ihrer Ausgabe Nr. 15 / 2008 auf Seite 6 den österreichischen Hauptdarsteller Christoph Waltz zum neuesten RTL-Thriller "Das jüngste Gericht", ausgestrahlt am 13. und 14. April jeweils um 20:15 Uhr.

Unter der Überschrift "Mord mit Methode" lesen wir: "Drastische Bilder, grausame Verbrechen, verstümmelte Leichen. 'Das jüngste Gericht' lehrt mit alten Vorbildern das Gruseln neu." Und weiter geht es: "Abgetrennte Leichenteile, entstellte Mordopfer, aufgeschnittene Körper in Großaufnahme. Das Grauen nimmt schon früh am Abend im Fernsehsessel Platz." Mit dem in Wien gedrehten Streifen sei dem Regisseur Urs Eggerer "ein großer Wurf gelungen". Und weiter: "Horror als mediale Normalität - weniger wäre mehr gewesen."

"Dieser packend harte und hochkarätig besetzte Thriller verspricht beste Fernsehunterhaltung", verspricht der Sender in seiner Website. Der Film biete "atmosphärisch dichte Thriller-Unterhaltung auf höchstem Niveau".

Mord "auf höchstem Niveau". Mord als Entertainment. Mord als Kulmination eines perversen Einfalls-"Reichtums". Nein, wir sind nicht in Auschwitz. Wir sind in der Gegenwart. Und wir brauchen uns nicht zu wundern, wenn die, die außer solcher TV-"Kost" nichts Anderes kennen, demnächst ein weiteres Schul-Massaker anrichten, um "berühmt" zu werden.

Das schrieb ich zuletzt am 15.4.2008. "Ist die Menschheit noch zu retten?" schloß ich. Am 11.3.2009 ereignete sich das nächste Schul-Massaker. Der 17-jährige Absolvent Tim Kr. der dortigen Albertville-Realschule tötete 15 Menschen (darunter acht Schülerinnen) und dann sich selbst. Wieder setzte ein wahrer Betroffenheits-Tsunami ein; sogar die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident meldeten sich ergreifend zu Wort. Auch gab es rund 30 "Trittbrettfahrer", die durch entsprechende Amok-Drohungen auf sich aufmerksam machten, um ebenso "berühmt" zu werden wie der junge Massenmörder, der seine Pistole aus dem elterlichen Schlafzimmer entwendet und noch am Abend vorher Killer-Games auf einem seiner Computer gespielt hatte. Man solle solche Spiele nun endgültig verbieten, hieß es sogleich, und auch gewaltverherrlichende Filme.Doch - kein Wunder - interessiert das die jugendverderbenden Medienmacher nicht im geringsten oder, um es "auf Deutsch" zu sagen, geht auch dieses schreckliche Schul-Massaker ihnen am Arsch vorbei. Sat 1 macht z.B. in geradezu penetranter Weise Reklame für die neue Serie "NUMB3RS", dann gibt es neue Folgen von "Navy CIS" und dem "Mentalizer", und das aus den Fernsehgebühren gutwilliger Zeitgenossen finanzierte Zweite Deutsche Fernsehen geniert sich nicht, weiterhin den "Crime-Freitag" anzubieten und im Rahmen seines "Montagskinos" brutale Filme wie in den Jahren zuvor.

"Ein Mord aus Rache? Besser kann die Woche doch kaum anfangen."
("Crime-Sonntag"-Trailer zu "Navy CIS" von Sat 1 am 1.9.2009)

17.9.2009 Am Gymnasium Carolinum Ansbach läuft ein 18-jähriger Schüler Amok (mit Messern, Molotow-Cocktails und Axt) und verletzt 8 Schüler/innen. Wenige Tage vorher hatten in München zwei "junge Männer" (17, 18) einen 50-Jährigen zu Tode geprügelt; dieser hatte sich schützend vor 12-Jährige gestellt, die von den beiden erpreßt und genötigt werden sollten.

18.2.2010 Ein 23-jähriger ehemaliger Berufsschüler ersticht seinen Lehrer wegen "schlechter Noten". Zuvor hat er mehrere Amokläufe "studiert".

=> Liste von Amokläufen in Deutschland

Tatort-Kultur

... und es geht immer so weiter. Auch im inzwischen angebrochenen zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts. Kein Fernseh-Tag ohne "Tatort" - nicht etwa in den (zu Recht) viel geschmähten "Privat"-Kanälen, sondern in der ARD, so zum Beispiel, am 8.1.2011, in der "großen Tatort-Nacht" des Norddeutschen Fernsehens, mit nicht weniger als vier verschiedenen Vertretern dieser Spezies; am Montag, dem 10. Januar, von demselben Sender, der es anscheinend besonders "hart" mag, der mit der sonst so sympathischen Eva Mattes 2003 in Konstanz gedrehte Tatort "Bitteres Brot", in seinen haßerfüllten Szenen und der raffinierten Art des Mordens kaum zu übertreffen. Man könnte mir jetzt vorhalten, es habe schon immer öffentlich inszenierte Gewalt gegeben, schon im Mittelalter mit den Hinrichtungen und den sogenannten Haupt- und Staatsaktionen, es habe berühmte Schriftsteller/innen wie Arthur Conan Doyle oder Agatha Christie gegeben usw. Doch nie, in der gesamten Literatur- und Mediengeschichte, fand eine derartige Ballung und Kulmination von Gewalt, Brutalität und Verrohung den Weg zum Publikum wie heute. Und das wird weiter Folgen haben. Das stetig wachsende Heer von Psychologen, von professionellen Wegentschuldigern und politischen Gesundbetern kann daran ebenso wenig ändern wie eine emanzipatorische Tendenz, die darin gipfelt, Frauen hätten ebenso ein Recht in die Schlacht zu ziehen wie Männer, eben weil sie doch "auch Menschen" seien.

Gewalt als transatlantisches Phänomen

Gewalt ist mindestens teilweise ein Produkt aus Mentalität, (Un-)Kultur und (fehlgeleiteter) Tradition - mit der äußerst tragischen Konsequenz, daß sich diese Gewalt im Verhältnis von Eins zu Eins in den Massenmedien wiederfindet oder hier mit dramaturgisch-psychologisierenden Effekten sogar verstärkt wird. Was - zumindest partiell - unser mögliches mediales Gewalt-Vorbild jenseits des Atlantiks angeht, bringt es im TV-Kabarett "Neues aus der Anstalt" vom 25. April 2012 der als Gast auftretende Max Uthoff mit aller Härte und sehr provokativ auf den Punkt:

"Der Amerikaner (...) hat ein entspanntes Verhältnis zur Gewalt (...) und er pocht auf seine Bürgerrechte. Nur in Amerika hat jeder Einwohner ein verfassungsmäßiges Recht darauf, von seinem Nachbarn erschossen zu werden. (...) Der Deutsche erlebt die Gemeinschaft, und deswegen tötet der Deutsche auch am liebsten im Kollektiv, während in Amerika, dem Land der Individualisten, der Amoklauf die beliebteste Art ist, um auf seine Mitmenschen zuzugehen. (...) Für den Amerikaner ist die schnellste Verbindung zwischen zwei Punkten die Flugbahn einer Kugel, und so hat die National Rifle Association, (...) in 25 Bundesstaaten ein Gesetz durchgedrückt (...) "Stand your ground", das bedeutet, daß jeder Amerikaner, der sich in der Öffentlichkeit bedroht fühlt, ob vom schwarzen Mann oder von einem 14-Jährigen, der nach dem Weg fragt, von der Schußwaffe Gebrauch machen darf. Und es hat dazu geführt, daß allein in Florida die Zahl von Todesopfern durch solche "Notwehr-Akte" sich in den letzten Jahren verdreifacht hat. Der Amerikaner, er spricht hierbei von "vertretbaren Tötungen durch Zivilisten". Obacht: was er in Afghanistan macht, sind vertretbare Tötungen an Zivilisten. Und wenn wieder einmal ein amerikanischer Soldat Amok läuft, dann stellt sich hinterher die Frage, ob der Hirnschaden die Folge des posttraumatischen Stresses durch den Dienst in der Armee ist oder ob der Hirnschaden nicht die notwendige Voraussetzung für den Dienst in der Armee ist." (Beifall)

Bundestagsabgeordnete ehren Killerspiel

"Es ist kein Kinder- und Jugendspiel, es ist ein Spiel mit der Altersfreigabe "Ab 18", und wenn ich als Erwachsener computerspiele, und das tun viele, dann möchte ich nicht belehrt oder erzogen werden, sondern dann möchte ich Spaß haben und Unterhaltung, und das liefert Crysis 2"
Jury-Mitglied Peter Tauber (Christlich Demokratische Union), u.a. Angehöriger des Bundestagsausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, im ZDF-Morgenmagazin vom 27.4.2012

Anders Behring Breivik tötete am 22. Juli 2011 mit zwei Anschlägen 77 Menschen und bekannte später, er habe sich am PC mit Killerspielen dazu in die richtige Stimmung versetzen lassen. Inmitten einer äußerst kontroversen Debatte plädierten Abgeordnete des deutschen Bundestages zusammen mit dem Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) und dem Bundesverband der Computerspieleindustrie (G.A.M.E) dafür, das bereits 2011 n den USA vor-publizierte Killerspiel Crysis 2 als "Bestes Deutsches Spiel" für den u.a.- vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann, ausgerichteten Deutschen Computerspielpreis zu nominieren, den es am 26.4.2012 mit einem Preisgeld von 50.000 Euro erhielt. Ein brutaler Ego-Shooter, in dem es nur darauf ankommt, mit verschiedenen Waffen möglichst viele Gegner niederzuschießen, wird somit als "pädagogisch wertvoll" anerkannt. Das technisch-innovative Spiel, so die Jury, besteche „durch hohen Spielspaß, eine innovative Spielmechanik und eine herausragende Grafik. Eine "grafische, akustische und spielerische Qualität auf höchstem Niveau" hätten die anwesende Jury überzeugt. “ Die Spiele-Entwickler, das "von jungen Deutschen türkischer Abstammung gegründete Unternehmen Crytek", so der "Jugendschutzbeauftragte" Martin Lorber, setzten "unterschiedliche Stilmittel ein, um bei den Spielern eine Emotion zu erzeugen.“ Das könnten auch Gewalt und Aggression sein.

<== Solche Meldungen tauchen meist nur einmal auf. Auch im 21. Jahrhundert scheint die Menschheit nicht klüger geworden zu sein. Ein nicht unbeträchtlicher Teil des zitierten wirtschaftlichen Wachstums "verdanken" die modernen Indutriestaaten ihrer Rüstungsindustrie. Trotz rund 80 Millionen Toter in zwei von Deutschland geführten Weltkriegen ist unser Land, das von Krieg und Waffen eigentlich die Nase gestrichen voll und aus der Geschichte gelernt haben müßte, mittlerweile weltweit zum drittgrößten Waffenexporteur avanciert.

Schizophrenie und Mord
"Dexter - 5. Staffel" - mitten in einer Blutlache der Kopf eines junger Mannes, der mit großen Augen irgendwie ins Leere starrt, als ich am 7.12.2012 die per Post zugestellte Unity-Media-Werbung aufklappe. Man solle sich, so der nachfolgende Text, "auf einen nervenzerreißenden Winter gefasst" machen. Die "hoch dekorierte US-Erfolgsserie" sei mit 12 "brandneuen Episoden" zurück. Auch in Staffel 5 drehe sich alles um "den Serienkiller Dexter, der ein ruhiges, unauffälliges Leben als Polizei-Forensiker führt, nachts jedoch seine unbändige Gier danach stillt, Verbrecher zu ermorden." Als "alleinerziehender Vater" (!), heißt es weiter, stemme sich Dexter "mit aller Kraft gegen jeden Verdacht" und gerate "auf seinen blutigen Streifzügen in unerwartete Situationen". Und nun der letzte, groß gedruckte Satz: "Trifft garantiert auch Ihren Geschmack."
Mit diesem "Highlight" haben wir also ein weiteres "Vorbild" unserer Jugend und dürfen uns nicht wundern, wenn die Gewalt weiter ausufert. Denn diese, wie soll es anders sein, aus den USA kommende Serie wird ganz bestimmt den Geschmack vieler treffen, die schon längst medial verdorben wurden. "Hochdekoriert" ist sie, für das Töten, ganz wie so mancher Veteran, der in Vietnam, dem Irak, Afghanistan und an anderen Kriegsschauplätzen ganze Arbeit geleistet hat.

10.3.2014
Zum "Tatort" vom 9.3.2014 in der "Prime Time" (20.15 ff.) lesen wir hier: "Der brutale Action-Thriller "Kopfgeld" mit der Rekordzahl von 19 Leichen dürfte vor allem die hartgesottenen Fans begeistert haben. Doch ganz so viele Zuschauer wie der erste Fall lockte "Kopfgeld" nicht vor den Bildschirm: 10,12 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 27,7 Prozent) sahen sich die Action an." Wo, frage ich noch immer, bleibt die angebliche Fürsorge in Sachen "Gewaltverherrlichung in den Medien"? Wo ist der Jugendschutz?

28.11.2017
Jedem Tag seinen Tatort - so geht es nun seit Jahren weiter. Und was lese ich heute in Facebook: "Sie lassen einem das Blut in den Adern gefrieren: Serienkiller. In "Anwälte der Toten" geht Lydia Benecke diesen Wahnsinnigen auf die Spur. Jetzt kostenlos bei TV NOW anschauen!"

(Änderungen und Ergänzungen vorbehalten)


Nachdruck mit Quellenangabe erwünscht.
(c) Wolfgang Näser, Marburg, 7.11.2006 ff. Stand: 27.11.2017