Siegel Universität Marburg

Kirchliche Zeitgeschichte in Marburg

Professor Dr. Jochen-Christoph Kaiser

Ordnerbild | Home | Publikationen | Historisch-theologische Genderforschung

Publikationen

Historisch-theologische Genderforschung

Submenü

Schriftenverzeichnis
Vorträge
Konfession und Gesellschaft
Zeitschrift für Kirchengeschichte
Academia Marburgensis
Historisch-theologische Genderforschung
Eine neue Reihe in der Evangelischen Verlagsanstalt Leipzig. Herausgegeben von:
  • Prof. Dr. Angela Berlis / Universität Bern
  • Prof. Dr. Ute Gause / Ruhr-Universität Bochum
  • Prof. i.R. Dr. Jochen-Christoph Kaiser / Philipps-Universität Marburg
  • Prof. Dr. Gisela Muschiol / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff / Augustana-Hochschule Neuendettelsau
Folgende Bände sind bislang erschienen:
  • Ute Gause/Cordula Lissner (Hgg.), Kosmos Diakonissenmutterhaus: Geschichte und Gedächtnis einer protestantischen Frauengemeinschaft, Leipzig 2005
  • Silke Köser,
Das Konzept

Historisch-theologische Genderforschung beruht auf der Voraussetzung, dass Geschlechtsidentität nicht angeboren ist, sondern durch sozio-kulturelle und diskursive Zuschreibungen erworben werden kann. Nicht zuletzt angestossen durch feministische Forschungsarbeiten und Theologie ist in den letzten Jahren auch in der Kirchengeschichte das Bewusstsein dafür gewachsen, wie Kirche(n) und Theologie(n) als gesellschaftliche Deutungsmächte die Geschlechtsidentität und damit die Handlungsmöglichkeiten der Akteurinnen und Akteure prägen oder begrenzen. Geschlecht wird zentrale Analysekategorie der historisch-theologischen Genderforschung, d. h., nicht etwa allein „Frau“ oder „Weiblichkeit“, sondern die Frage der Konstruktion von Weiblichkeits- und Männlichkeitskonzepten und ihrer historischen Wirkungen steht im Mittelpunkt der Forschungen. Kulturwissenschaftliche, sozialanthropologische und geschichtswissenschaftliche Ansätze erschliessen in diesem Zusammenhang neue Fragen und Methoden, beispielsweise durch die Zuwendung zur Alltags- und Mentalitätengeschichte mit Hilfe der Oral History oder durch die Auswertung von Ego-Dokumenten, gerade im Hinblick auf Religion und Konfession. Die Analyse der Konstruktionen von Geschlecht in religiösen und konfessionellen Kontexten kann offenlegen, wie kirchlich und religiös geprägte Menschen in der Geschichte in ihrem jeweils auch geschlechtlich geprägten Umfeld agierten, von ihm bestimmt wurden und zu dessen Konstruktion beitrugen. Unabdingbar ist daher der interdisziplinäre Dialog mit anderen geschichtswissenschaftlichen Teildisziplinen sowie die Berücksichtigung soziologischer und philosophischer Theorieentwürfe zur Geschlechterkonstruktion.
Die Reihe „Historisch-theologische Genderforschung“ m&oouml;chte wissenschaftliche Forschungsarbeiten und Quelleneditionen vorstellen, die diesen Forschungskonzepten verpflichtet sind.

Ute Gause – Jochen-Christoph Kaiser – Gisela Muschiol – Gury Schneider-Ludorff
zurück zum Seitenanfang Mail senden zurück zur Startseite © Prof. Dr. Jochen-Christoph Kaiser, 2001-2007