Tätigkeitsberichte des AMW




Tätigkeitsbericht des AMW 2009/2010 für die JHV 2010
am 16. Dezember 2010

1. Der AMW hat sich, wie in den Vorjahren, organisatorisch, personell und materiell (ausnahmslos mit Beträgen unter 100 Euro) an einer Vielzahl von Projekten beteiligt:

  • an Veranstaltungen der Initiative „Nein zum Krieg“ (der AMW ist Mitbegründer und –träger dieser Initiative),
  • am „Politischen Salon“ von vhs und DGB, schließlich
  • an der interdisziplinären Ringvorlesung (ZfK/ISEM) „Konflikte in Gegenwart und Zukunft“.
Insbesondere die neuen Bewirtungsrichtlinien der PUMa machen diese Hilfe unerlässlich (zumeist eine Frage der Höflichkeit…).

2. Der Arbeitskreis betrieb (H. Probst/J.M. Becker) das Projekt „Für eine neue Fahrrad-Kultur" weiter.
Eine neue Aktivität, diesmal die Sammlung, Aufbereitung und das spezielle Präparieren von Kinderrädern für Kindergärten behinderter und nichtbehinderter Kinder unserer tunesischen Partnerstadt Sfax, ist, siehe Tätigkeitsbericht 2002, abgeschlossen. Das Projekt wurde seinerzeit von der Stadt Marburg, von „Arbeit und Leben“, dem hiesigen Rotary-Klub, der SK-Marburg-Biedenkopf etc. unterstützt. Die Marburger Universitäts-Zeitung hat Anfang 2001 länger darüber berichtet.
J.M. Becker hatte sich im April 2004 in Sfax davon überzeugt, dass die Räder weiter im Gebrauch sind. Im Jahre 2005 haben wir eine lange Ersatzteillieferung nach Sfax geschickt. Hierbei war uns ein badischer Spediteur hilfreich. Außerdem war uns außerordentlich behilflich die Firma „RadWerk“.

Das mit Kuba durchgeführte vergleichbare Projekt ist im November 2005, was die Marburger Seite anbelangt, realisiert worden: Ein Marburger LehrerInnen-Paar (Jutta Greb/Ekki Seiffert) hatte zuvor ein verkürztes sabbatical für das Projekt zur Verfügung gestellt und unsere – ebenfalls von RadWerk präparierten – Pilot-Räder zwei Einrichtungen übergeben. Die danach im Jahr 2005 präparierten ca. 40 Kinderräder sollten in Santiago de Cuba einer Klinik zugeführt werden. Eine Evaluationsreise im April 2006 hatte ergeben, dass derartige, von pädagogischem know how geprägte Projekte nach wie vor sehr willkommen sind und benötigt werden. Allerdings gab es und gibt es immer wieder Probleme mit der wirklichen Auslieferung der Räder aus dem Hafen in Havanna (die letzte Räderlieferung ist bis jetzt nicht aufzufinden.).
Im Frühsommer 2009 begann der AMW mit der Sammlung von gebrauchten Computern für Kuba. Einer der Hintergründe der Aktivität ist, dass im Frühjahr 2010 (initiiert von JMB) eine GEW-Gruppe auf die karibische Insel fahren wird. Die Idee war, dass diese Gruppe unter Umgehung der vielfältigen bürokratischen Hürden Rechner mitnehmen könnte.
Das Ergebnis der Sammlung war auf der einen Seite ernüchternd: Wir haben zwar eine große Menge von Massenverbrauchmaterial übereignet bekommen (Kabel, Mouses, ein FAX-Gerät), an von uns erbetenen recht modernen (als ältester Standart wurde Pentium 4, sh. die Homepage des AMW http://www.staff.uni-marburg.de/~becker1/AMW/) Rechnern wurden letztlich nur 4 Laptops übergeben. Dabei haben sich insbesondere die PraktikantInnen des ZfK stark gemacht bei der Suche nach potentiellen SpenderInnen. Die derzeitige Wirtschaftskrise macht offenbar sparsam… Die Rechner sind mittlerweile in Kuba.
Die Überlegung, eine Reihe der vielbeschriebenen 100 $ – Computer zu kaufen, wurde rasch verworfen: Diese sind nicht Internet-fähig und nicht zum wissenschaftlichen Arbeiten geeignet.

3. Der AMW hat eine Reihe von öffentlichen Aufrufen unterzeichnet (mit Subskriptionssummen um die 20 – 40 €). So einen Aufruf zum Ostermarsch oder zur Beendigung des Krieges in Afghanistan (zum 24.12.2010).

4. Die finanzielle Situation: Das Spendenkonto (1.000.565.560 bei der SK Marburg-Biedenkopf) verfügt weiterhin über ein beruhigendes Haben (16.12.2010: 2.556 €, 29.11.2009: 3.014 €, 56, 20.11.2008: 3.112 €, 7.12.2007: 2.273 €); diese recht hohe Summe beruht vor allem auf Spenden für das ausgesetzte Jugoslawien-Projekt (2001 – 2003).
Weitere regelmäßige SpenderInnen mit kleinen Zuwendungen zwischen 10 und 30 €/Monat sind sehr willkommen. Den bisherigen ZuwenderInnen sei Dank!
Das Konto konnte Anfang 2007 auf weitgehende Gebührenfreiheit umgestellt werden.

5. Unsere Schriftenreihe beim LIT-Verlag wurde mit neuem Leben erfüllt. JM. Becker/Herbert Wulf (letzterer ist Träger des Peter Becker-Preises 2006) gaben in 2008 das Buch „Zerstörter Irak – Zukunft des Irak?“ heraus und stellten es an mehreren Stellen vor, u.a. in der Ringvorlesung des ZfK vor 200 HörerInnen.
In 2010 wurde von den beiden Herausgebern ein Buch zum Afghanistan-Krieg geschrieben: „Afghanistan, Ein Krieg in der Sackgasse“. Die erste Auflage war nach wenigen Wochen vergriffen. Beteiligt ist wieder eine hochqualifizierte Auswahl von LandeskennerInnen.

6. Immer wieder erfreulich und nicht zu vergessen, und hier wieder einmal zu erwähnen: Das Finanzamt hat am 18.06.2008 die Steuerbefreiung für die Jahre 2005 bis 2007 erteilt und damit erneut unsere ordnungsgemäße Kontenführung und somit Gemeinnützigkeit bestätigt.
Besonderer Dank gebührt hier Jost Stellmacher.
Anzuschließen ist ein Dank an unsere Kassenprüferinnen Daniela Franke und Victoria Storozenko.

7. Zur weiteren Erinnerung: Eine erste Betriebsprüfung des AMW durch die Hessische Landesversicherungsanstalt Anfang 2000 hatte ebenfalls ohne Beanstandungen geendet. Die nächste wird wohl in Kürze ins Haus stehen; da wir aber keine sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten mehr hatten, wir dies eine Formsache bleiben.

8. Kai Lipfert, über lange Monate qua Kreis-Job-Center beim AMW beschäftigt und sehr rege tätig, hat eine Homepage für den AMW angelegt – ihm sei großer Dank dafür.
http://www.staff.uni-marburg.de/~becker1/AMW/index.html
Wir konnten, auch dies gehört in den Jahresbericht, Herrn Lipfert in Anschluss an diese Maßnahme beim AMW in ein festes Beschäftigungsverhältnis an der Philipps-Universität bringen, beim Kollegen Prof. Dr. Rief im FB Psychologie. Auch von dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für die geleistete Arbeit und: Viel Erfolg bei der neuen Tätigkeit!
Vom 1.10.2009 bis zum 30.9.2010 war nun Frau Kerstin Beyer beim AMW beschäftigt, auch dies in einer Maßnahme zur „Eingliederung nach § 16 d (SGB) II.“ Aufgrund der beiderseits sehr guten Erfahrung in der Zusammenarbeit in der Maßnahme stellte die AG Sozialpsychologie (J. Stellmacher/U. Wagner) der Philipps-Universität einen Antrag auf Aufnahme von Frau Beyer ins „Sonderprogramm 4“ des Hessischen Sozialministeriums.
Dieser Antrag hatte nach mehreren Nachforschungen etc. am 1.10.2010 Erfolg, und Kerstin Beyer ist nun für drei Jahre im ZfK sowie am FB 04 der PUMa beschäftigt. Wie versuchen sie in dieser Zeit systematisch fortzubilden.
Wir wünschen Frau Beyer viel Erfolg bei ihrer Arbeit in den beiden Instituten.

 

(Verf. J.M. Becker)




Alle Tätigkeitsberichte im Adobe-PDF-Format:

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2010

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2009

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2008

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2007

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2006

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2005

Tätigkeitsbericht zur Jahreshauptversammlung 2004

Projektbeschreibung Kuba