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Immer wieder gibt es Unruhen am Tempelberg in Jerusalem. Nirgendwo liegen Heiligtümer der muslimischen, christlichen und jüdische Weltreligion so dicht nebeneinander.
(1) Felsendom: Er wurde 687 vom Kalifin Abd el-Malik erbaut. Es ist die drittheiligste Stätte des Islam, denn dort soll der Prophet Mohammed zu Allah in den Himmel aufgestiegen sein. Dabei hinterließ er einen Fußabdruck. Gleichzeitig ist es ein Ort christlichen Glaubens,da dort Abraham seinen Sohn Isaak opfern wollte (Gen 22). Ein weiteres Problem: Der Felsendom steht auf dem Platz des früheren jüdischen Jahwe-Tempels.
(2) El-Aqsa-Moschee: Sie wurde vom Kalifen Al-Walid errichtet (bis 715). Dort machte der moslemische Prophet Mohammed Station, bevor er zum Felsendom ging. Es ist ein Ort der Freitagsgebete,nach denen es oft zu Zusammenstößen zwischen Palästinesern und Juden kommt, die an der Klagemauer beten.
(3) Klagemauer: Die Klagemauer heißt eigentlich Westmauer. Sie ist der letzte Überrest des jüdischen Tempels. Dieses zentrale Heiligtum des Judentums wurde im Jahre 70 n. Chr. von den Römern zerstört. Die gläubigen Juden beten an der Klagemauer.
Markus Wewior, Simon Wickenhöfer