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Yassir Arafat hat auf einer Friedensverhandlung angeblich zu Bill Clinton und Ehud Barak gesagt: »Der arabische Politiker, der Jerusalem aufgebe, sei noch nicht geboren.« Der künftige Status von Jerusalem ist ein heikles Problem. Experten meinen, dass die beiden Völker zu emotional mit der Stadt im Herzen leben. Die Verhandlungspartner stehen unter erheblichen innenpolitischen Druck. So reiste Barak mit der Forderung, dass Jerusalem die »ewige und unteilbare Hauptstadt Israels« bleiben müsse, zu den Friedensverhandlungen in die USA.
Der Hintergrund für die wenn dann überhaupt nur schwer verrückbaren Positionen ist , dass die beiden großen Moscheen auf dem Charam al-Scharif (Tempelberg) zu den bedeutesten Heiligtümern der Muslime gehören. Aber auch die Klagemauer liegt im Ostteil der Stadt. Kompromissvorschläge scheinen aussichtslos.
Die Palästinenser sollten einige Orte am Ostrand Jerusalems erhalten, um ihren Anspruch auf Al Kuds (auf Deutsch »die Heilige«) formal Rechnung zu tragen. Sie fordern Ost-Jerusalem und die Hoheit über die historische Altstadt für sich. Der Vorschlag, Jerusalem von beiden Völkern als Hauptstadt benutzen zu lassen, ist bisher als nicht annehmbar angesehen worden.
Markus Wewior, Simon Wickenhöfer