Das "Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten" als Forschungsinstrument

Grundsätzliche Überlegungen und Daten, vorgelegt von Wolfgang NÄSER, Marburg 8/2001 ff.

Das sog. Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten entstand in den Jahren 1936 und 1937. Es handelt sich um rund 300 Schallplatten, die damals mit modernstem Equipment, d.h. Kondensator-Mikrofonen und professionellen "Tonschreibern" 1), im Rahmen einer umfangreichen Feldforschung aufgenommen wurden; insofern repräsentiert die Sammlung den damaligen technischen Stand der Tonaufnahme und ist auch in dieser Hinsicht ein sehr lohnendes Studienobjekt. Wie unsere Liste der Aufnahmeorte2) und deren Lage im DSA-Gradnetz verdeutlichen, erstreckte sich die Aktion über das gesamte damalige Reichsgebiet und dokumentiert somit aus heutiger Sicht auch und vor allem jene Mundarten, die als Folge des unseligen Zweiten Weltkrieges nun fast völlig ausgestorben sind.

Auftraggeber war der Reichsbund der deutschen Beamten (Brünnhausen / Bayern); die technische Durchführung oblag der (1932 als Nachfolger von Ultraphon gegründeten) Firma Telefunkenplatte G.m.b.H., Abt. Spezialaufnahmen, Hallesches Ufer 30, Berlin SW 11. In einem dem Werk beigelegten Informationsblatt heißt es: "Noch niemals ist die Technik der Aufzeichnung menschlicher Sprache so planvoll und in solchem Umfange in den Dienst kultureller und historischer Arbeit gestellt worden [...]. Die wissenschaftliche Bearbeitung und die Festlegung der Aufnahmeorte erfolgte durch den Deutschen Sprachatlas, Marburg. Nahezu 8 Monate reiste der große Aufnahmewagen der Telefunkenplatte in Deutschland von Ort zu Ort, um abseits von allen Atelieraufnahmen die Sprecher [...] aufnehmen zu können. So ergab sich ein Abbild der seelischen Beschaffenheit der deutschen Landschaften und Stände in einer Vielfalt, wie sie bis heute noch nicht zusammengetragen worden ist. Die Telefunkenplatte hat für die Durchführung der großen Aufgabe alle ihre technischen Mittel eingesetzt. es gelang in Zusammenarbeit mit den Herren Professoren Martin und Mitzka, Marburg, und den Herren Vogel und Dr. Debus, Berlin, alle Schwierigkeiten der zahlreichen Außenaufnahmen, die sich oft in den entlegensten Orten - insbesondere in der winterlichen Jahreszeit - entgegenstellten, zu überwinden." 3) Wie aus verschiedenen DSA-Unterlagen hervorgeht, wurden von den Aufnahmen (als "Preßwerkzeuge") Kupfermatrizen erstellt, die bei der späteren TELDEC verblieben.

In Anwesenheit von Vertretern des Reichsbundes und der Telefunkenplatte wurde in seinem Amtssitz dem "Führer und Reichskanzler" Adolf Hitler zum 48. Geburtstag (20.4.1937) das Werk in einem speziellen mannshohen Schrank (Abb. links) 3a) übergeben, der nach dem Entwurf eines gewissen Prof. Schneckenberg (der auch für das Gehäuse des D[eutschen]K[lein]E[mpfängers] 38 und das des V[olks]E[mpfängers] 301 verantwortlich zeichnete) von dem Berliner Tischlermeister H. Lippert angefertigt worden war. "Die geöffneten Flügel der Schranktüren bilden gemeinsam in kunstvoll eingelegter Holzarbeit eine Karte Deutschlands, auf der farbig hervorgehobene Ziffern die Aufnahmeorte des Lautdenkmals kennzeichnen. Die Karte gibt damit eine Übersicht der Platten, die leicht greifbar im Innern des Schrankes zu beiden Seiten des Abspielgerätes angeordnet sind." (ebd.)

Die Idee, das Werk dem "Führer" zu widmen, erwies sich als tragikomisches Beispiel für eine fehlgeleitete Verquickung von Wissenschaft und Politik. Trotz der schwülstigen Widmung (Aufnahme 278) quittierte der mit verschränkten Armen und einem verlegenen Lächeln vor dem tönenden "Flügelaltar" stehende Hitler die Übergabe ziemlich indifferent, standen doch seine dirigistischen Pläne einer drastischen Vereinfachung und Uniformierung der deutschen Sprache, wie sie sich auch in den geplanten Reformen seines Erziehungsministers RUST4) widerspiegeln, in krassem Gegensatz zu jener schöpferischen Varianz, die doch gerade in der Genese der Mundarten zum Ausdruck kommt; zudem dürfte er - wie auch die allermeisten heutigen Hörer - überfordert gewesen sein damit, solche Extrem-Varianten wie etwa das Nordfriesische (=> Boldixum) oder Niederfränkische (=> HoltWarbeyen) zu verstehen. Die "Lautdenkmals"-Initiatoren waren also voll ins Fettnäpfchen getreten.

Nun könnte man schon aufgrund des bisher schamhaft totgeschwiegenen Widmungs-Textes (s. oben) das gesamte Projekt als zum Abfallhaufen unerwünschter Historie gehörig verdammen und abhaken. Doch wäre dies aus verschiedenen Gründen unzulässig. Zum einen sind, mit Ausnahme von [278], [281] und anderen, nicht alle Aufnahmen durchgängig "politisch", zum anderen sind sie ein Dokument ihrer Zeit; es kommen hier größtenteils einfache Menschen des Alltags zu Wort, die uns in den propagandistisch aufgemotzten Wochenschauen des Dritten Reiches so nie begegnen. Diese Menschen sind ebenso Repräsentanten ihrer Epoche und ihres Zeitgeistes wie heutzutage die Jugendlichen unserer amerikanisierten Disco- und Fun-Kultur mit ihrem speziellen Lebensgefühl und Sprachinventar. Eine wehrhafte Demokratie und eine der Wahrheitsfindung verpflichtete Wissenschaft müssen allen sprachlichen Dokumenten gegenüber offenstehen, gleich welche Anschauung sie vertreten, so wie sich heutzutage vermutlich auch eine russische Wissenschaft nicht den Haßtiraden eines Ilja EHRENBURG oder den pseudowissenschaftlichen Ausführungen des Massenmörders Josef STALIN wird verschließen können.

Die Menschen, die, wenn man dem Herausgeber glaubt, weitgehend in Unkenntnis des propagandistischen Endzwecks ins Mikrofon sprechen, artikulieren größtenteils ihre persönlichen Sorgen und Interessen, berichten über Aktivitäten und Pläne, erzählen Historisches zu Ihrem Lebensraum. In vielen der jeweils rund dreieinhalb Minuten langen Original-Aufnahmen zeigt sich nur am jeweiligen Anfang oder Ende (z.B. Palmnicken /Fischhausen, 078 /N 86,1) der Pflicht-Kotau an den "Führer", vergleichbar mit den aus DDR-Zeiten bekannten Grußadressen an die kommunistische Partei- und Staatsführung. Wäre nicht die besondere historisch-politische Einbettung, würde man von "Menschen wie du und ich" sprechen - meine ausgewählten, gekürzten und bearbeiteten Proben (s.u.) mögen dies belegen.

Interessant und ungeheuer aufschlußreich sind die Aufnahmen in sprachlich-dialektaler Hinsicht; das technische Handicap schallplattentypischer Störungen (Knistern, Rumpeln, Schaben) verhindert in einer Reihe von Fällen eingehendere Analysen, läßt sich jedoch (wie ich zu beweisen versuche) mit modernen digitalen Werkzeugen stark reduzieren. Eine offizielle Publikation des Lautdenkmals wird aus politischen Gründen wohl unmöglich bleiben; kaum auszudenken, was manche Passagen in falschen Händen anrichten könnten. Andererseits kann, wie ich gezeigt habe, ein Großteil des Bestandes durch geringfügige editorische Maßnahmen "entschärft" und so der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden - so allerdings mit dem wissenschaftlichen Makel verletzter Authentizität.

Mehrere Jahrzehnte lang verstaubte das "Lautdenkmal" in den Regalen, verkam zunehmend zum Politikum; alles, was in der germanistischen Fachwelt Rang und Namen hatte, machte einen großen Bogen darum (auch im Internet gab es bis vor kurzem keine verläßlichen Angaben). So teilte - zumindest in der Forschung5) - diese Sammlung das opportunistisch geprägte Schicksal vieler ungeliebter Archivalien; heute, am Beginn des dritten Jahrtausends, ist es nicht nur vom Inhalt her eine echte Herausforderung, sich mit dem LD zu befassen.

Wie auch die Wrede-Rede waren mir leider erst Anfang 2000 die LD-Bänder zum Abhören verfügbar. Dies bedeutete für mich eine Art Offenbarung, ich beschloß spontan, die technisch wie dialektologisch so wertvollen Tondokumente in die eigene Forschung und Lehre einzubeziehen, was jedoch erst nach eingehender Beschäftigung und Analyse möglich sein würde. Dabei war von vornherein klar, daß aufgrund des teilweise sehr problematischen Inhalts und der wechselhaften Qualität eine von wem auch immer vorgenommene Publikation unmöglich und daß es daher vertretbar wäre, das Werk in einer bescheidenen, aber durchaus exemplarischen Proben-Auswahl zugänglich zu machen. Nachdem ich im Frühjahr 2000 zunächst vier Proben (Dießen, Frankfurt, Kassel, Markgröningen) tonlich aufbereitet und als Real-Audio-Samples in meine Dialektproben-Seite integriert hatte, folg(t)en ab Juni 2001 neben der längst fälligen Einleitung und Übersichtskarte weitere Hörbeispiele, bei denen ich Wichtiges hinzulernen konnte.

Das "Lautdenkmal" verdient es nicht, so wie in den vergangenen Jahrzehnten übergangen und vergessen zu werden, haben wir doch sonst kaum klingende Zeugnisse der deutschen Mundarten im frühen 20. Jahrhundert. Insofern widme ich der Sammlung meine bescheidenen Bemühungen, die in diesem Themenbereich zu finden sein werden.
Marburg, im August 2001         WOLFGANG NÄSER

Inzwischen, erfahre ich aus dem Internet, haben meine Recherchen, Ausführungen und Proben zum "Lautdenkmal" Beachtung gefunden. Waren es erst nur 3 bis 4, so finden sich nun mehrere Seiten lang "Google"-Fundstellen. Das ermutigt mich, auch an dieser Stelle um weitere "Rückkopplung" zu bitten, vor allem um positive Kritik und Übersendung möglicher Unterlagen.
Marburg, im Dezember 2005    W.N.
-------------------------
1) Zur Technik. s. hier.
2) Eigener Neuentwurf analog zu Karte 7.5.2. in GÖSCHEL, J. (Hg.), Die Schallaufnahme deutscher Dialekte (Marburg 1977)
3) Ergänzendes hierzu bei Bernhard MARTIN, Die deutsche Volkssprache, München 1939, S. 34 ff., wo auch 43 transkribierte (ausnahmslos politisch durchsetzte!) Sprachproben aus dem "Lautdenkmal" abgedruckt werden. Martin schreibt hierzu: "Durch das Entgegenkommen des Reichsbeamtenführers Hermann Neef ist es möglich, kennzeichnende Stücke aus dem herrlichen Schatz des "Lautdenkmal [sic!] reichsdeutscher Mundarten (...)" auszuwählen und abzudrucken. Dieses Lautdenkmal (...) ist nach einer Idee von Hauptabteilungsleiter Julius Vogel (RDB) als eine Gemeinschaftsarbeit, an der sich die deutsche Mundartforschung (unter Führung des Deutschen Sprachatlas) der Reichsbund der deutschen Beamten und die deutsche Technik beteiligten, gestaltet worden. Die 300 Platten des Altreichs wurden 1938 in den Wochen des Anschlusses in Deutsch-Österreich und im Sudetenland um weitere 100 ergänzt. (...) Die kennzeichnende Eigenart all dieser Aufnahmen gegenüber früher gemachten liegt im wesentlichen darin, daß sie an Ort und Stelle im unmittelbaren Lebensbereich der Sprecher aufgenommen sind, Störungen und Aufregungen wurden dadurch ferngehalten. Die Sprecher sind ferner unbeeinflußt geblieben, wir haben ihnen nicht feste Texte vorgeschrieben. Schließlich zeigen diese Aufnahmen recht anschaulich, wie die deutschen Volksmenschen sich mit der neuen Zeit unter der Führung Adolf Hitlers auseinandersetzen. Sie sind zugleich politische Urkunden unserer Zeit; man sieht infolgedessen auch sehr deutlich, wie das Politische in die Mundart hineinwirkt, im Gefüge der Mundart Platz verlangt. Ein Stück des Lebens der Mundart wird so vor uns ausgebreitet."
Das Lautdenkmal ist in Art und Aussagen ein Dokument seiner Zeit und, wie auch zahlreiche mediale Produktionen der 30er Jahre, nur aus dieser heraus zu verstehen. In politischer Hinsicht ist es auch im 21. Jahrhundert als harmlos einzustufen; die für das LD befragten Sprecher/innen haben es nicht verdient, nachträglich unter volksverhetzerischen Generalverdacht zu geraten und kriminalisiert zu werden. Es wäre grundfalsch, der interessierten Öffentlichkeit die Gesamtheit dieser Geschichtsquelle vorzuenthalten; mündigen (und durchaus kritikfähigen!) Bürgern und Wissenschaftlern wäre eine wie immer geartete Quellen-Zensur in höchstem Maße abträglich und kontraproduktiv.
3a) Die als *.jpg eingefügte Abb. entstammt dem erwähnten Beiblatt der Fa. Telefunkenplatte (freundlicherweise zur Verfügung gestellt vom Inst. f. Sprechwiss. und Phonetik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Januar 2003)
4) Reinhard MARKNER zeigt in seinem Buch Rechtschreibreform und Nationalsozialismus (Göttingen 2000) Parallelen zur Gegenwart: vgl. hierzu die "Sprachbarrieren"-Diskussion (und das Abqualifizieren der Mundarten) in den 70er Jahren und die gegen die mehrheitliche Volksmeinung wider besseres (Fach-)Wissen für das öffentliche Sprachleben ab 2005 verordnete Rechtschreibreform.
5) Im Gegensatz zu den Medien: Wie ich am 14. Januar 2002 von Bernd WICHERT aus Roetgen erfahre, lief schon am 4.7.1981 im NDR eine Sendung über das Lautdenkmal, zusammengestellt von Dr. Klaus AMANN (der mich am 22.1. 2002 freundlicherweise über einige Details informierte). Meines Wissens war die Sammlung niemals Gegenstand der germanistischen Lehre; sie wurde (auch im Internet) aus opportunistischen Gründen totgeschwiegen. Im Zusammenhang damit ist und bleibt interessant, wer die "Rechte" an diesem so stiefmütterlich behandelten Werk besitzt. Dr. Amann meinte in einem Telefonat, allenfalls könne das Deutsche Reich in Frage kommen. Die an den Aufnahmen Beteiligten erhielten seinerzeit von der "Telefunkenplatte" jeweils als Dank eine Schallplatte; Verwertungsauflagen sind nicht bekannt und würden der Intention des Werkes als "public domain" zuwiderlaufen.

Texte:

  1. Liste der Aufnahmeorte
  2. Walkertshofen: Materialien zu einer individuellen Aufnahme (2.11.1936)
  3. Aufnahmeorte in einem HTML-Gradnetz zum Dt. Sprachatlas
  4. Widmung des Herausgebers (= Aufnahme 278): Text und Kommentar
  5. Das "Lautdenkmal" auf einem einzigen Datenträger - 7 Experimente (2k1 - 2k4)

Hörproben
(alle textlich gekürzt, Real Audio; str = stream; * = LD Österreich 1938; alle Proben bearbeitet von Wolfgang Näser); wm* = mit Archos-Player Gmini XS100 abspielbar; mp3 = mp3pro / 48 kb/22 kHz (ab 13.6.2k5)

  1. str  Altefähr /Rügen (108 / T 45,6; red. bearb.,18.4.2k3 /wv)
  2. mp3 Altenmedingen /Uelzen (005 / i 30,3; 11.5.2k6)
  3. mp3  Anselfingen / Konstanz (155 / w'19,4; 4. Fassung 30.11.2k1 /wv)
  4. mp3 Baberhäuser /Hirschberg (M'61,8; Niederschlesien, 207) 20.6.2k5
  5. str  Berstadt /Büdingen (Hessen, 117 / Q' 20,3; 3. Fassung 15.1.2k2 /wv,he,hl)
  6. mp3 Berlin (280 / r 45/48; red. bearb., 3. Fassung 30.11.2k1 /wv)
  7. str  Boldixum /Föhr (186 / P 18,5; 2. Bearb. 28.12.2k1, 16 kbps)
  8. str  Bortfeld /Braunschweig (002 / t 29,3)
  9. str  * Bramberg am Wildkogel / Salzburger Land (Österreich, 356 / U' 30,17; 10.3.2k3; hl/wv)
  10. mp3 Breitenfelde /Herzogtum Lauenburg, 192 (c30,7; 19./20.6.2k5 hl/wv)
  11. str  Bretnig /Bischofswerda (Sachsen; 298 / H' 51,2; 8.3.2k3; hl/wv)
  12. mp3 Danzig (284 / T 78,6; 2. Fassung 14.10.2k1)
  13. mp3 Deilinghofen /Iserlohn (237; E'13,5; 20.6.2k5)
  14. mp3 Dießen  am Ammersee (Bayern, 142 / v' 33,2)
  15. str  Ebsdorf / Marburg a.d. Lahn (116 / N' 19,10; 2. Fassung 16.1.2k2 /wv)
  16. str  Einhausen /Meiningen (Thüringen; 023 / P' 29,9; 2. Fassung 15.4.2k2 /hl)
  17. str  Elbing  (Westpreußen, 283 / W 83,8; red. bearb.; 3. Fassung 30.11.2k1 /wv)
  18. wm* Frankfurt am Main  (282 / U' 19,17; red. bearb.; 3. Fassung 25.5.2k3 /wv/hl )
  19. str  Fredeburg /Meschede (Westfalen, 173 / G' 16,9, 3. Fassung 12.10.2k1)
  20. wm* Freudenstadt /Schwarzwald (163 / p' 17,3; red. bearb.; 2. Fassung 15.1.2k2 /wv; 25.5.2k3)
  21. str  Grafenhausen /Lahr (Baden, 161 / r' 13,6; 19.12.2k1 /wv)
  22. str  Groß-Strengeln /Angerburg (Ostpreußen, 084 / V 98,10; red. bearb; 18.1.2k2/wv)
  23. str  Groß-Ziethen /Eberswalde (Brandenburg, 103 / l 50,3; 17.12.2k1 /wv)
  24. mp3 Grünweide (Dopönen) /Ebenrode (=Stallupönen, Ostpreußen; 080 / R 102,10; 11.5.2k6)
  25. str  unbekannter Ort (18 [1936], niederdeutsch; 6. Fassung 31.12.2k1)
  26. str  Hahnstätten /Unterlahnkreis (119 / S' 15,9; 16.2.2k3)
  27. str  Hamburg-Finkenwerder (011 / d 26,8; 3. Fassung 11.1.2k2 /wv)
  28. str  * Heiligenblut Bez. Spittal (k" 47,1) /Kärnten (Österreich, 353 / g" 44,1; 9.3.2k3; hl/wv)
  29. str  Heilsberg /Ostpreußen (083 / W 90,8; 32 kbps; 2. Fassung 10.3.2k3)
  30. wm* Heimbuchenthal /Aschaffenburg (122 / X' 22,9; volle Länge; hl/wv, 9.6.2k3)
  31. str  Holt, Gemeinde Straelen /Geldern (231 / C' 4,5; 14.1.2k2 /wv)*)
  32. str  Jabel / Waren, Mecklenburg (105 / d 42,2; Nachbearb. 16 kBps, 17.10.2k1)
  33. wm* Kassel  (281 / F' 23,10; 5. Fassung [leicht gekürzt] 23.1.2k2 /wv; 25.5.2k3)
  34. mp3 Kirchdorf b. Osterhofen /Vilshofen (Niederbayern, 041 / e' 38,5; 27.12.2k1)
  35. str  Kunzendorf b. Neurode / Glatz (Niederschlesien, 204 / O' 66,3; 5. Fassung 17.1.2k2, 32 kbps /sf)
  36. str  Lettweiler /Rockenhausen (Pfalz; 259 / Z' 13,3; 18.4.2k3, 32 kbps /hl,wv)
  37. mp3  Markgröningen (Württemberg, 131 / k' 21,6; 2. Fassung 6.11.2k1, 16 kBps)
  38. mp3 Mengersdorf / Bayreuth (068 / X' 35,2; 11.5.2k6)
  39. mp3 Menzingen b. Bruchsal (129 / g' 19,4; 3.1.2k8; hl/wv)
  40. mp3 Mittenwald /Garmisch-Partenkirchen (050 / b" 34,1; 9.12.2k1 /wv)
  41. mp3 München (052 / t' 36,2; 4. Fassung 14.1.2k2 /wv)
  42. str  Nesselwang /Füssen (Allgäu; 145 / z' 29,10; red. bearb., 29.11.2k1 /wv)
  43. wm* Norddeich /Norden (Ostfriesland; 219 / C 9,1; red. bearb., 30.11.2k1 /wv; 2. Fassung 25.5.2k3 /hl) ->zum Thema
  44. str  Ober Hermsdorf / Neiße (Oberschlesien, 202 / R' 69,1; 2. Fassung 10.10.2k1)
  45. str  Ostrohe /Norderdithmarschen (185 / V 21,12; 3. Fassung 7.12.2k1 /wv)
  46. str  Padingbüttel /Wesermünde (010 / b 18,5; 2. Fassung 18.4.2k3, 32 kbps /wv)
  47. str  Palmnicken /Fischhausen (Ostpreußen, 078 /N 86,1. Interview w/m, vollständig; 2. Fassung 21.2.2k3)
  48. wm Pantenburg /Wittlich (Eifel; 248 / U' 8,5; red. bearb., 18.4.2k3 /hl/wv, wma9 22.5.2k3)
  49. str  Plate /Lüchow-Dannenberg (004 / l 33,3; 21.4.2k2 /lh,he)
  50. str  * Puchberg am Schneeberg (Österreich, 331 / s'51,3; 32 kbps; 13.3.2003 /wv)
  51. str  Ramsloh (Saterland, 223 / i 13,3; 3. Fassung 16.1.2k2 /wv)
  52. mp3 Rath Heumar / Porz am Rhein (241 / K'9,4+9; Nachbearb. 32 kBps, 16.10.2k1)
  53. str  Sankt Andreasberg im Oberharz (019 / A' 30,2; 3. Fassung 30.11.2k1 /wv)
  54. mp3 Sarmstorf /(a 40,6) Güstrow (193; Mecklenburg) 20.6.2k5
  55. str  Scheie b. Bückeburg /Schaumburg-Lippe (014 / t 21,5; 3. Fassung 13.1.2k2 /wv)
  56. mp3 Schönwald 200 /(S' 78,7)Tost-Gleiwitz (Oberschlesien) 20.6.2k5
  57. str  Schwenda /Sangerhausen (Thüringen; 210 / C' 33,1; 29.11.2k1 /wv)
  58. mp3 Sehndorf / Merzig-Wadern (Saar; 253 / => C' 6,9)
  59. wm* Seiffen /Marienberg (Erzgebirge; 265 / O' 47,4; 10.8.2k3)
  60. str  Tilsit (Ostpreußen, 285 / L 98,1; 2. Fassung 6.11.2k1, 32 kBps)
  61. mp3 Tröstau / Wunsiedel (069, V' 38,8), vollständig, 4.9.2k7 (32 kBps MP3pro)
  62. str  * Völkermarkt / Kärnten (Österreich, 345 / m" 54,2; 9.3.2k3 hl/wv)
  63. str  Waldbüttelbronn / Würzburg (125 / Y' 26,11; red. bearb., 3. Fassung 24.1.2k2)
  64. wm* Walkertshofen /Schwabmünchen (057 / m' 38,5; volle Länge; 26.10.2k3, 20 kbps/22 kHz, bearb. mit IBM TP 760 XL)
  65. str  Warbeyen / Kleve (230 / z 4,1; 2. Fassung 28.12.2k1 /hl)
  66. str  Worpswede /Osterholz-Scharmbeck (008 / h 20,11; 2. Fassung 9.3.2k3; hl/wv)
  67. wm* Wulfen / Recklinghausen (229 / A' 9,1; 3. Fassung 25.5.2k3 /hl) * hier unbearbeitete Langversion
  68. str  Zechendorf /Deutsch Krone, Grenzmark (Pommern, 072 / g 66,3; red. bearb.; 3. Fassung 16.1.2k2 /wv)

Redaktionelle Änderungen vorbehalten.

Zu den Hörproben: Quelle sind 64kBps-*.mp3 aus einer behelfsmäßigen CD-Sicherung der Abhör-Kopien von Direkt-Bandumschnitten (also Kopien der Kopien) der Originalschallplatten. Ich habe ausgewählt nach a) Typ und Aussagekraft der jeweiligen Mundart, b) Tonqualität, c) Inhalt, d) Varianz, e) didaktischer Eignung. So verschieden wie Stimmklang, Tonfall, Akzent, Tonqualität sind auch die Inhalte; weibliche und männliche Stimmen aller Altersgruppen aus einer fremdgewordenen und dennoch unverarbeiteten Zeit künden von Dingen, die vor 64 oder 65 Jahren aktuell waren und die Menschen bewegten. Ich habe versucht, die mehr oder weniger stark gekürzten Proben nach einem rezeptionsästhetischen Prinzip des prodesse et delectare zu gestalten: das Anhören soll, wann immer möglich und wenn man das überhaupt sagen kann, trotz des Alters und der teils mäßigen Qualität so etwas wie Vergnügen bereiten und einen Zugang zur jeweiligen Persönlichkeit erschließen.
*) hierzu auch: Meyers, Fritz: Stro'else Tüen auf Hitlers Obersalzberg? : vom "Lautdenkmal reichsdeutscher Mundarten" und vom blau blühenden Flachs. In: Geldrischer Heimatkalender 1994 (1993) S. 46-51

Stand: 7.11.2008