Erläuterungen zum Mapping Provenienzstellen - EAC

EAC steht im Zusammenhang der archivischen Erschließung. Es dient der Erfassung des Kontextes für das in den Findmitteln beschriebene Archivgut. Es erleichtert die separate Pflege der Informationen zu den Herkunftsstellen zusammen mit offiziellen und anderen Bezeichnungen sowie der Angabe der wahrgenommenen Kompetenzen mit den jeweiligen Zeiträumen. Die Nutzung von EAC ist vor allem sinnvoll mit Verknüpfung zu Findbüchern.

Die Mappingtabelle stellt die für die Beschreibung der Herkunftstellen für die Beständeübersicht verwendbaren Elemente aus EAC zusammen. Sie ist Grundlage für die Erarbeitung eines eigenen Editors, mit dem die Daten ohne XML- oder EAC-Kenntnisse erfasst und gepflegt werden können. Die zugehörigen Beschreibungen der Bestände und der Tektonik des Archivs sollen in EAD erfolgen, und beide Gruppen von Angaben sollen bei der Ausgabe und Präsentation in einander integriert werden. Für jede Herkunftsstelle wird deshalb eine EAC-Datei vorgesehen, die dezentral jeweils von den zuständigen Stellen des Archivs angelegt und gepflegt werden kann. Alle hier angegebenen Elemente können so oft wiederholt werden, wie es erforderlich ist. Sie stellen einen für diese Zwecke gebildeten Ausschnitt aus der EAC-DTD dar und sind damit so etwas wie ein Profil. Die EAC-Datei für die Herkunftsstellen gliedert sich in vier Abschnitte:

  1. Bearbeitung
    mit Angaben zur Erstellung und Pflege der EAC-Datei. Hier kann auch eine Pflegehistorie erfasst und gepflegt und auf zu Grunde liegende Erschließungsrichtlinien verwiesen werden. Außerdem sind Hinweise auf Quellen, aus denen die Angaben stammen, möglich.
  2. Kontextbeschreibung
    mit Angaben zu den Bezeichnungen der Herkunftsstelle und der Zeit ihrer Verwendung, zu den Kompetenzen sowie zur Geschichte der Einrichtung. Hier können die Angaben zur Behördengeschichte für die Beständeübersicht verwaltet werden.
  3. Beschreibung
    mit Angaben zur inneren Struktur der Herkunftsstelle, zu Kompetenzen, zum Organisationsstatus und zu den Errichtungszwecken. Dabei können chronologische Listen mit Erläuterungen genutzt oder einfache Texte eingesetzt werden.
  4. Verknüpfungen
    mit Erläuterungen von Beziehungen der Herkunftsstelle zu anderen Einrichtungen, auch Funktionsvorgänger, von hierarchischen Beziehungen oder Ausgliederungen.
     

Hinweise zum Lesen der Tabellen:

23.07.2005