Spätestens seit
der Empfehlung des Wissenschaftsrates zur
"Weiterentwicklung der Kommunikations- und Medienwissenschaften in
Deutschland" scheint sich das Fach Medienwissenschaft aufs Neue mit
einigen grundlegenden Fragen auseinander zu setzen: Wie sieht das
Selbstverständnis als eigenständige wissenschaftliche
Disziplin in
Deutschland aus? Führt die seit längerem thematisierte
Interdisziplinarität in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu
einem
Erodieren von Disziplin- und Forschungsgrenzen? So wird scheinbar bei
den Debatten um einen produktiven inter- oder transdisziplinären
Übergriff gerne vergessen, dass dieser nur vor dem Hintergrund
stabiler
Fächerprofile erfolgen kann. Auch die Medienwissenschaft sieht
sich
also vor die Herausforderung gestellt, ihre Forschungsgegenstände
nicht
weiter aus den Augen zu verlieren.
Die
von Institut
für
Medienwissenschaft und in
Zusammenarbeit mit der AG
"Medienwissenschaftliches Kolloquium" des
Graduiertenzentrums Geistes- und Sozialwissenschaften der
Philipps-Universität Marburg organisierte Tagung widmet sich in
unterschiedlichen Sektionen den analytischen Methoden und insbesondere
profilbildenden Gegenständen im Hinblick auf disziplinäre
Probleme und
Chancen medienwissenschaftlicher Forschung. Die Dominanz der
audiovisuellen Medien Film und Fernsehen, aber auch der wachsende
Einfluss der Digitalen Medien haben paradigmatische
Umwälzungsprozesse
eingeleitet. Diese wirken sich nachhaltig auf soziale, politische und
kulturelle Strukturen sowie künstlerische Strategien, aber auch
auf
wissenschaftliche Methoden und Theoriekonzepte aus. Die hierdurch
ausgelöste Selbstreflexion der Medienwissenschaft soll nun
entsprechend
vertieft werden. Im Besonderen sind zukunftsorientierte Konzepte zu
perspektivieren, die zu einer Konturierung des disziplinären
Profils
beitragen können.
Die Tagung findet statt mit freundlicher Unterstützung des Ursula-Kuhlmann-Fonds.
Weitere
Informationen zum Institut für Medienwissenschaft finden Sie hier.
Weitere Informationen zum Graduiertenzentrum Geistes- und
Sozialwissenschaften finden Sie hier.
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