Hinweise zum Fach und für das Studium
1. Zum Fach
Behandelt werden die materiellen Hinterlassenschaften (Architektur, Malerei, Skulptur, Kleinkunst, Ikonographie, Gegenstände des täglichen Gebrauchs) der spätantiken, frühmittelalterlichen und byzantinischen Zeit, und zwar vom Einsetzen christlicher Kunst bis zum Ende des ersten Jahrtausends (im Westen) bzw. bis zur Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453 (im byzantinischen Bereich); in bestimmten Fällen werden diese Grenzen auch überschritten (z.B. nachbyzantinische Architektur; Ikonen; Rußland). Der Schwerpunkt liegt im Gebiet des Imperium Romanum.
2. Zum Studium
Das Fach kann Haupt- und Nebenfach für den MA (Magister Artium) sein; beim Studium als Hauptfach sind zwei Nebenfächer oder ein weiteres Hauptfach erforderlich. In gewissem Umfang kann das Fach auch im Rahmen der Studiengänge und Abschlüsse im Fach Evangelische Theologie gewählt werden.
Promotion ist zum Dr. phil. und bei gewissen Voraussetzungen auch zum Dr. theol. möglich.
Neben der Teilnahme an den Lehrveranstaltungen, darunter auch den Exkursionen, ist erhebliche Eigeninitiative erforderlich; weite Gebiete müssen im Selbststudium erarbeitet werden; Teilnahme an Grabungen sowie ein Praktikum, z.B. an einem Museum, wären nützlich. Zu empfehlen sind zumindest ein Wechsel des Studienortes und ein Aufenthalt im Ausland, z.B. im Rahmen des Sokrates-Programms (Marburg hat z.B. einen Austausch mit Athen und Thessaloniki).
Für das Studium im Hauptfach sind Graecum und Latinum sowie gute Kenntnisse zumindest der englischen, französischen, italienischen und neugriechischen Sprache Voraussetzung (zum Lesen der wissenschaftlichen Literatur; zur Teilnahme an internationalen Kongressen; zur Verständigung in den Ländern des Mittelmeergebietes); je nach Thema der Magisterarbeit oder Dissertation können noch weitere Sprachen erforderlich sein.
Auskünfte: ZAS, Biegenstraße 12, 35032 Marburg, Tel. 06421 286004
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