Lehrveranstaltungen von und mit Stephan Imhof
Diese Veranstaltung, in Verbindung mit den Botanischen Bestimmungsübungen, verschafft
einen ersten Überblick über die heimische Flora. Niemand muss anschließend sämtliche
Seggen-Arten unterscheiden können, aber die häufigsten Pflanzen unserer Gegend sollen auf
diesen Exkursionen vorgeführt und mit ökologischen, morphologischen, ethnologischen,
ökonomischen und sonstischen Informationen versehen werden. Als Leistungsnachweis werden
ein Herbar und das Bestehen eines kurzen Pflanzenkenntnistests verlangt. Zur Erinnerung:
Biologen haben Pflanzenkenntnis nötig, hier steht
warum.
Bei dieser Veranstaltung sollen
- Kenntnisse von den Anfängerexkursionena aufgefrischt und vertieft,
- neue Arten, Gattungen und Familien kennengelernt, und
- seltenere Pflanzen an ihren natürlichen Standorten in Augenschein genommen
werden.
Dafür besuchen wir attraktive Trockenrasen, Wälder, Feuchtgebiete, Wiesen u.a. im Kreis
Witzenhausen (1. und 3. Termin) und in der Rhön (2. Termin).
Stadtvegetation: spontan und anthropogen
Durch die vielen aus fernen Ländern eingeführten Zierpflanzen ist unsere Stadtvegetation
erstaunlich reichhaltig und bietet die Chance, Arten-, Gattungs- und sogar
Familienkenntnis zu erweitern. In diesem Seminar sollen ausgewählte Straßenzüge und
Plätze (das Südviertel bietet z.B. viel Interessantes) botanisch erforscht und an den
Seminarterminen den Kommilitonen mittels Begehung nahe gebracht werden. Es ist geplant,
die Pflanzenlisten, nach Straßen geordnet, ins Internet zu stellen. Es können auch
Vorträge zu berühmten Zierpflanzengattungen (z.B. Rose, Rhododendron, Dahlie, Iris,
Berberitze o.ä.) oder andere verwandte Themen (etwa invasive Pflanzen, oder besonders
ärgerliche Unkräuter) vergeben werden.
Orientierungsseminar für 4. Semester
In diesem Seminar wollen wir die Themen unseres Fachgebietes vorstellen, mit Vorträgen
über Nahrungsspezialisten, Nutzpflanzen, Symbiosen, Abwandlungen von Pflanzenorganen oder
außergewöhnliche Pflanzengruppen.
Die Nutzpflanzen der Tropen, Subtropen und der gemäßigten Breiten sollen in dieser
Vorlesung vorgestellt werden. Neben den Nutzungsformen stehen dabei die genutzten
Pflanzenteile und ihre Formenvielfalt im Vordergrund. Eine thematisch ähnliche
Veranstaltung fand im Wintersemester 2003/2004 als Kurs statt, aus dem diese Beiträge der Teilnehmer entstanden sind.
Winterexkursionen
An drei Samstagen im Semester wollen wir interessante Parks in Hessen besuchen
(Palmengarten in Frankfurt, Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel und Kurpark Bad Homburg), um
die verbleibenden Bestimmungsmerkmale der Pflanzen im Winterzustand nutzen zu lernen:
immergrüne Organe der Angio- und Gymnospermen, Knospen, Zweige, Borke, Früchte.
Das Mittelmeergebiet ist eine beliebte Feriengegend. Auf dieser Exkursion sollen typische
mediterrane Vegetationsformen (Macchie, Garrigue, Steppe, Strand, Felsküste, Kulturland
mit Nutzpflanzen, Sekundärvegetation) vorgestellt werden. Art-, Gattungs- und
Familienkenntnis werden so geschult, und das Wissen über diese touristisch und nicht nur
dadurch ökonomisch wertvollen Landschaften erweitert. Hier gibt's eine optische Einstimmung!
Aktualisiert am 19. Februar 2004 by Stephan Imhof